40 Stationen mit Informationstafeln in Form von Stehpulten geben Auskunft über die Gründe der Migration, die von der Perspektivlosigkeit nach Kriegen bis zur gewaltsamen Deportation unter der Naziherrschaft reichen. Verwirklicht wurde das Projekt durch Angehörige des Christlichen Jugenddorfs Wolfstein, Außenstelle Kusel. Die Jugendlichen stellten in monatelanger Arbeit Texte zusammen, die anschließend technisch umgesetzt wurden. Als einziger Text eines zeitgenössischen Autors wurde – an Station Nr. 30 – das Pfälzer Mundartsonett „Ve’lorni Zukunft“ von Albert H. Keil verwendet. Projektkoordinator Peter Herbst hatte das durch den Förderkreis deutscher Schriftsteller in Rheinland-Pfalz als „Gedicht des Monats Januar 2005“ ausgezeichnete Werk im Internet gefunden. Angesichts der letzten Gedichtzeile kommt es auf der Infotafel ohne jede Kommentierung aus: „Erscht ve’gast un noot ve’brennt.“ Am 21. Oktober 2012, dem 72. Jahrestag des Beginns der Juden-Deportationen im Jahr 1940, trug der Autor sein Gedicht in Landau-Mörlheim während des 7. Deutsch-Pennsylvanischen Tages vor. Keil ist Gründungsmitglied sowohl des Deutsch-Pennsylvanischen Arbeitskreises e. V. als auch des Fördervereins Gedenkstätte für NS-Opfer in Neustadt e. V. |